Die Hyänen

Gespenstisch, wenn die langen Schatten sterben,
erfüllt ihr Lachen weithin die Savannen,
sie ziehn in Rudeln durch die öden Pfannen,
die Sonnensaat des Todes zu beerben.

Gebisse nur geschaffen zum Zermalmen,
an denen Geifer glitzernd nieder hängt,
die alte Gier die sie zum Aase drängt
läßt sie nicht ruhn. Bis zwischen hohen Halmen

Verwesung aufsteigt, fast wie Weihrauch brennt.
Dann stürzen sie mit lüstern gelbem Blicke
hin zum Kadaver, wo schon Geier fressen.

Oh, wie sie zerren um die besten Stücke,
die Nacht berauscht von ihren Bissen dröhnt,
wie Kathedralen von den Totenmessen.

    Bernd Schäfer


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Sprechsaal-Beytrag 157