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John Donne

John Donne
… wahrhaft metaphysisch


Eigenartiger Tag: 25. Januar 2000

1.) Etwas nach Mittag geriet ich beim Kramen in einem Papierwust mit Unerledigtem an eine Zusendung vom Juli 1999, Lars Clausen zu verdanken und bis dahin – wei! – noch gar nicht quittiert: der Aufsatz »Vom Sinn eines schönen Scheiterns« von Wolf Biermann, erschienen in: Wissenschaftskolleg – Institute for Advanced Study – zu Berlin. Jahrbuch 1997/98. Ohne genau hinzulesen, sah ich das Sonett von John Donne:

Holy Sonnet XIV

Batter my heart, three-person’d God ; for you
As yet but knock ; breathe, shine, and seek to mend ;
That I may rise, and stand, o’erthrow me, and bend
Your force, to break, blow, burn, and make me new.
I, like an usurp’d town, to another due,
Labour to admit you, but O, to no end.
Reason, your viceroy in me, me should defend,
But is captived, and proves weak or untrue.
Yet dearly I love you, and would be loved fain,
But am betroth’d unto your enemy ;
Divorce me, untie, or break that knot again,
Take me to you, imprison me, for I,
Except you enthrall me, never shall be free,
Nor ever chaste, except you ravish me.

2.) Bald danach kam Thomas Schmidt, auf daß wir uns weiter um die Gefiederten Sänger in unserer Nähe kümmern. Bei kurzem Verweilen im Pattamang – da geht beim Lichtanschalten ein Radio an – Ausschnitt aus einer Buchrezension im Ohr. Etwa: »Nicht von ungefähr geht es der Autorin um ein Gedicht von John Donne …«

3.) Eine Viertelstunde später an kommt ein Endlosfax von Michael Rittendorf (bei Mare) und beginnt: »anbei zwei Kopien von Artikeln über Gedichte. Die eine ist die Ankündigung eines Gedichtbandes von John Donne im Verlag Neue Kritik in Frankfurt/Main …« – : John Donne: Hier lieg ich von der Lieb erschlagen. Liebesgedichte – Love Poems. Herausgegeben, übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Wolfgang Breitwieser.

WAS will John Donne mir damit sagen???

RW